Handgetragene Bilder die zur Bestückung einer Ausstellung (nach den
Vorschriften von 1723) dienen – das Abenteuer wartet um der Ecke.
Auch wenn dieses Bild idealisiert erscheint ( das ist es tatsächlich.. etwas), ist es eines der ständig auf dich wartenden Abenteuer. Handgezeichnet und handgetragen, mit Bus, Bahn, Fuß, manchmal geht auch Fahrrad, Karren, ein kleiner Fesselballon wäre, in den Weiten einer Steppe, ebenso gut vorstellbar. Das knüpft ein hartes, zähes Band zwischen Zeichnern und ihren Werken. Es muß vergleichbar sein, damit: wenn man seine Federn selber schmiedet oder tief unter der Erde seine Graphite selbst abbaut.
In Bahnen den Platz den die Bilder nunmal brauchen gegen alte Dummschwätzer verteidigt, die mit einem Körbchen voller Erdbeeren sagen: „Der fahrt doo sei Holz schpaziiere, wo einer sitze könnt!“ Nachdem er noch etwas Ähnliches nachschob, hub ich an die kommunikation zu führen, mild pejorativ und in einer Entschiedenheit, die in der schwülheißen Bahn die Synapsen nicht mit den Möglichkeiten vielfältiger Deutungen belastete. Daraufhin suchte der für sich und seine Beeren einen anderen Stehplatz. Schade, ich hatte mich eigentlich auf äußerst herkömmliche Ausfallendheiten eingestellt, die ich elegant gekontert hätte – auch das gehört zu einer handgetragenen Ausstellung. Im Bus später – noch enger – erfuhren die Bilder keine weiteren Angriffe, es lag wohl mit an der Route und den Transportroutinen der Mitfahrenden, es war da normal, sehr bepackt zu reisen.
Im Vergleich mit einem ziemlich winterlichen Fußweg über Land, Fluß, Stadt und der abenteuerlichen Fahrt mit einem zu hoch gepackten Rad (Laß dir nie einfallen noch etwas drauf zu packen, nachdem du schon aufge- stiegen bist!), war diese Gelegenheit nicht das allergrößte, nicht das allergröbste aller Abenteuer – aber wieder eins. Mit ‘nem Auto, von Haus zu Haus, das geht wohl auch, ist aber fad.
Das ist ein Artikel um die Print Jones Adventures zu relativieren .....

1 Kommentar
Juli 5, 2008 um 1:43
Handgetragen gefällt mir besonders, hehe.
Durchaus abenteuerlich spannend , die Vorstellung sein „Holz“ heil und ohne Melioration an den Bestimmungsort zu verbringen.
Motiv und Erzählstruktur der Abenteuerliteratur klingen durchaus an…