Oktober 25, 2008...4:17

Lappen, zeitlos

Zu den Kommentaren

Zur Ergründung des Unergründlichen zwischen Liebe und Tod, informel und abstrakt, wild und frei. Es gibt keine Zufälle.

4 Kommentare

  • Achso, falls das keiner hier versteht: macht nix. Ihr müsst es einfach nur EMPFINDEN! So las ich jedenfalls…

  • So ein Zufall, das dachte, nein: empfand
    ich gerade auch irgendwie..

    Dem feinen Unterschied, der zwischen Auflösung
    eines Motivs und Auflösung eines Bildes besteht,
    wurde in der jüngeren Geschichte der Massen-
    kunstforen zuwenig Raum eingeräumt.
    Das empfinde jedenfalls irgendwie so.
    Nebenbei: die jüngere Geschichte der Massen-
    kunstforen ist eine Geschichte voller Mißver-
    ständnisse. :::-)

  • Vielleicht ist ja auch das Massenkunstforum nur ein Missverständnis und sollte heißen: „Ich und meine Gefühle“ oder „Ich und mein Haustier (Hund, Katze, Pferd)“ oder „Ich und meine Hütte (Berge, Kirche)“.

  • Zum Lappen habe ich gerade eine passende Geschichte aus Örkenys Minutennovellen empfunden:

    KUNST UND ERLEBNIS
    Der Maler Viktor T. wurde ins Weltall geflogen. Er war nicht der erste Zivilist, aber der erste Künstler im All. Er war sechs Tage oben. Auf halbem Wege fragte man ihn, was er lieber sehen wollte: die Ringe des Saturn oder die Sonnenflecken.
    Das sei ihm im großen und ganzen egal, sagte T.
    Dann wolle man ihm lieber die Sonnenflecken zeigen; für einen Maler sei das vielleicht interessanter.
    Ja vielleicht, sagte T.
    Nach seiner Rückkehr saß er mit gelangweiltem Gesicht, in stures Schweigen versunken, zwischen den Journalisten im Restaurant des Kosmischen Flughafens. Auf ihre Fragen antwortete er nicht, die ganze Zeit starrte er die Orange an, die ein Reporter geschält hatte.
    Einige Wochen später zeigte sich eine bedeutsame Veränderung in seiner künstlerischen Sehensweise. Auf seinen berühmten Oliven- und Billardkugel-Stilleben (das war seine sogenannte ölgrüne Phase) erschienen die ersten Orangen.
    Im Alter malte er auch Zitronen und schließlich sogar Hühnereier, aber die Orange fehlte auf keiner seiner Leinwände.
    So wurde aus Viktor T. ein großer Maler.


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